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Berichte - Aus dem Ü-Ei

# Aus dem Ü-Ei

Alte Saurier aus dem Ü-Ei


So, heute geht es um die Dinos/Saurier von 1979/1980.

Hierbei handelt es sich wieder einmal um eine Serie die eine große Variantenvielfalt bietet, sei es durch unterschiedliche Grundmaterialien oder diverse Bemalungen in den unterschiedlichsten Farbabstufungen.

 

An sich besteht die Serie aus 7 Figuren (ohne Varianten dazu zu zählen), die wir Euch hier einzeln vorstellen möchten. Da nicht genau bekannt ist, welche Figur jeweils als offizielle Variante galt, stützen wir uns auf die Häufigkeit der jeweils aufgetauchten Versionen sowie die Variante, die im Ferrero Archiv auftaucht. Diese Figur wird daher im nachfolgenden als Serienfigur bezeichnet.

 

Beginnen möchten wir mit Ankylosaurus, er lebte in der Oberkreidezeit (69-66 Mio. Jahren) und war ein Pflanzenfresser. Die Serienfigur besteht aus rötlich-braunem Grundmaterial und existiert in verschiedenen Farbtiefen. Der Rücken ist blau-grau besprüht und der Bauch weiß, beides tritt unterschiedlich dick aufgesprüht auf: 

Die Variante hingegen besteht aus einem milchig orangenem Material, ebenfalls in diversen Farbabstufungen. Die Variante ist hingegen der Serienfigur auf dem Rücken nicht besprüht und der Bauch kommt in einem olivgrün daher.

Die Serienfigur taucht relativ häufig auf, bei beiden Versionen ist darauf zu achten, dass die Zacken des Panzers nicht beschädigt bzw. abgebrochen sind.

Desweiteren gibt es vom Ankylosaurus eine weitere interessante Variante, die es zwischenzeitlich auch in den Katalog geschafft hat. Die Figur ist aus dem milchig orangenem Material, jedoch dunkelrot bemalt. Diese Variante ist schwer zu erkennen, lediglich an bespielten Stellen kann das GM hervorlugen und diese Variante enttarnen.

 

Als nächstes wäre da Diplodocus, er lebte in der Oberjura (155-145 Mio. Jahren), wurde ca. 28 Meter lang und war ebenfalls ein Pflanzenfresser. Die Serienfigur ist gelb, ein sehr häufig genutztes Material in der Serie und auch hier gibt es unterschiedliche Materialien von einem milchigen hellgelb bis hin in ein dunkles eher glasiges gelb. Der Rücken ist in dunkelgrün und blau-grau besprüht und kann sehr unterschiedlich ausfallen.

 

Vom Diplodocus gibt es ebenfalls eine offizielle Variante aus demselben milchig orangenen Material wie bei Ankylosaurus. Und es gibt eine weitere parallele zur erstgenannten Figur, der Rücken der Figur ist, wenn auch weniger kräftig, in dem olivgrün besprüht, dass ihr beim Ankylosaurus auf dem Bauch vorfindet.

Oft ist hier der Schwanz zwischen den Beinen ab- oder durchgebrochen,
darauf solltet Ihr unbedingt achten, er verbindet normalerweise die beiden Füße wie auf den Fotos zu erkennen ist.

 

Weiter geht es mit Dimetrodon, er lebte in der Unterperm (300-272 Jahren) und war ein Fleischfresser. Die Serienfigur besteht aus einem orangenem Grundmaterial, jedoch ein kräftigeres als das von der Variante Ankylosaurus und Diplodocus. Das Material gibt es in verschiedenen Farbabstufungen.

Diese Serienfigur zählt wohl zu den häufigsten Figuren.
Der Rücken der Figur geht von blau-grau (Kopf) zu rot (Schwanz) über, kleine Abweichungen sind jeweils möglich.

 

Die offizielle Variante besteht aus gelbem Grundmaterial, das gleiche Material wie das der Diplodocus Serienfigur. Demnach existieren auch hier unterschiedliche Farbtöne. Die Rückenbemalung der Variante ist hingegen der Serienfigur nicht so richtig standardisiert bzw. einheitlich, hier gibt es die unterschiedlichsten Bemalungen, anbei seht Ihr eine kleine Auswahl:

Die Variante von Dimetrodon ist in der Regel wie die Serienfigur am Bauch unbemalt. In seltenen Fällen, wurde jedoch auch dieser bemalt. Achtet bei Dimetrodon darauf, dass der Rückenkamm nicht beschädigt ist und ggf. Stücke rausgebrochen sind.

 

Als nächstes wäre da Styracosaurus, der vielen eher unter Triceratops ein Begriff ist. Er lebte wie der Ankylosaurus in der Oberkreide (68-66 Mio. Jahren) und war ein Pflanzenfresser mit Zahnbatterien, war ein Zahn stark abgenutzt, fiel er aus und wurde durch einen dahinterstehenden ersetzt (ähnlich wie bei Haien).

Die Serienfigur existiert in vielen diversen Farbabstufungen von blau-grau über blau bis hin zu türkis und einem mint Ton.

Stryracosaurus ist im Gesicht und auf dem Nackenschild unterschiedlich kräftig in dunkelrot besprüht. Der Rücken in einem Grau-/Schwarzton und der Bauch ist weiß besprüht.

Bei dieser Figur tauchen relativ oft Varianten mit komplett unbemalten Augen auf, wer gezielt danach sucht wird sicherlich früher oder später fündig. 

Seltener hingegen sind andere Bemalungsvarianten, hier wurde zum Beispiel der Rücken nicht grau besprüht:

Achten solltet Ihr hier auf die Hörner, die hin und wieder beschädigt sein können.
Desweiteren taucht diese Figur mit herausstehendem Gußabdruck auf der Unterseite auf, im Normalfall ist der Gußabdruck nicht erhaben.

Die offizielle Variante ist komplett bemalt, in dunkelrot mit weiß besprühtem Rücken (mal mehr und mal weniger deutlich) und die Hörnerspitzen sind oft schwarz abgesetzt.


Unter der kompletten Bemalung findet man das Seriengrundmaterial, sowie gelb, weiß, schwarz, rot usw. Jedoch ist dies im guten Zustand der Figur nicht ersichtlich. 

Von dieser Figur besitzen wir eine schöne Verformungsvariante, die jedoch nicht nur verformt ist, sondern auch gar nicht richtig ausgegossen wurde. Ein sehr kurioses Stück, hat es doch scheinbar die Qualitätskontrolle überstanden und wurde komplett bemalt. Jedoch fehlt die Gesichtsbemalung und der weiß besprühte Teil auf dem Rücken. Mit einem Dinosaurier hat sie eher wenig gemeinsam, aber seht selbst:


Kommen wir zur nächsten Figur. Der Name sorgt immer wieder für Verwirrung, da er unter den verschiedenen Quellen unter 2 Namen läuft. Richtig, es ist der Iquanodon (hin und wieder auch fälschlicherweise Gorgosaurus genannt). Er war einer der erstendeckten Fossilien und lebte in der Unterkreide (139-112 Mio. Jahren). Iguanodon war ein Pflanzenfresser und bewegte sich entgegen seiner Darstellung auf vier Füßen. Er konnte sich jedoch aufrichten, seine Darstellung ist somit nicht falsch.

Er ist die seltenste Figur aus diesem Satz und taucht auch immer wieder mit abgebrochenen Armen und oder Beinen auf.

Die Serienfigur besteht aus dem bereits erwähnten gelben Grundmaterial mit den verschiedenen Farbabstufungen und der Rücken ist grau-blau besprüht.

Hin und wieder sind hier auch Stücke aufgetaucht, die mit gelber Korrekturfarbe stellenweise bemalt wurden. 

Auch gibt es hier 2 sichtbare Formunterschiede, achtet auf dem nächsten Bild mal auf die vordere Hand (dick und dünn):

Eine weitere Variante sind aufgemalte Augenbrauen, in den meisten Fällen wurden diese nicht aufgemalt.

Noch seltener taucht die offizielle Variante zu dieser Figur auf, hierfür muß man auch tiefer in die Tasche greifen. Richtig, die Rede ist von der komplett grün gesprühten Figur. Das Grundmaterial darunter dürfte meist milchig hellgelb sein.

Von der Variante gibt es auch noch ein „Zwischending“, das Grundmaterial ist dann vorne wie bei der Serienfigur gut sichtbar, wohingegen der Rücken genau wie bei der seltenen Variante grün besprüht ist. Beide Varianten haben eins gemeinsam: Im Gegensatz zur Serienfigur sind hier die Nasenlöcher schwarz bemalt.

Anbei das passende Foto um Euch die Unterschiede zu verdeutlichen:

 

Dann wäre da Gorgosaurus. Er gehört zur Familie der Tyrannosauride was vielen vielleicht eher ein Begriff ist als der Name Gorgosaurus. Dieser Saurier stand an der Spitze der Nahrungskette und darf damit in so einem Figurensatz nicht fehlen. Er lebte in der Kreidezeit (76-72 Mio. Jahren) und war ein Fleischfresser. Heute geht man davon aus, daß er Federn oder zumindest einen Flaum besaß.

Gorgosaurus besteht ebenfalls, sowohl bei der Serienfigur als auch bei der offiziellen Variante, aus dem bereits genannten gelben Grundmaterial.

Bei der Serienfigur ist die Rückenbemalung grau-blau und rot und kann wie auch bei den anderen Figuren unterschiedlich ausfallen.

Die offizielle Variante ist hingegen orange-rot und schwarz besprüht. Das verwendete gelbe Material ist hier in der Regel genau wie bei Iguanodon milchig und nicht glasig gelb. In manchen Fällen wurde der schwarze Teil vergessen oder kann auch unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Ähnlich wie bei Iguanodon sind auch bei dieser Variante die Nasenlöcher schwarz bemalt. Lange Zeit wurde von einer Variante ohne Pupillen gesprochen, allerdings findet man hier kaum eine Figur mit Pupillen. Demnach ist bei der offiziellen Variante eher die Pupillenbemalung als selten anzusehen. In der Regel ist nur die Augenbraue vorhanden, aber auch die kann mal vergessen worden sein, wie Ihr seht:

Bei dieser Figur solltet Ihr ebenfalls auf die Hände achten, diese sind sehr filigran und brechen recht schnell ab.

 

 

Womit wir zur letzten Figur kommen, dem Stegosaurus. Wie Diplodocus lebte er in der Oberjura (159 – 144 Mio. Jahren) und war ein Pflanzenfresser. Eine Ähnlichkeit ist nicht sichtbar, dennoch gehörte er zur gleichen Gattung wie der Triceratops, ein so genannter Vogelbeckensaurier. Von dieser Figur gibt es ähnlich wie bei der offiziellen Variante von Dimetrodon eine sehr große Farbpalette an Rückenbemalungen. Am häufigsten taucht jedoch ein orangener Rücken mit grau-blauer Seitenbemalung auf, die man wohl als Serienfigur ansehen kann.

 

Auch diese Figur wurde aus gelbem Grundmaterial hergestellt und ist somit wieder in den bereits beschriebenen Farbtönen zu finden.

Beim Stegosaurus gibt es noch eine weitere Besonderheit, von dieser Figur gibt es deutliche Gussform-Unterschiede, erkennbar ist dies insbesondere am Schwanzende.

So gibt es Figuren mit einem langen spitzen Schwanz einem etwas längeren und kurzen runden Schwanz.

Die Figur mit langem spitzem Schwanz verfügt noch über ein weiteres Merkmal. Der Abrisspunkt der Figur liegt auf einer der mittigen Rückenschildplatten, produktionsbedingt fehlt diese bei ca. 98 %. Dies betrifft jedoch nur den langen spitzen Schwanz, vermeintlich wird daher oft von einer beschädigten Figur ausgegangen, dem ist jedoch in diesem Falle nicht so.

Und damit sind wir am Ende angekommen, fast alle Saurier stammen aus unterschiedlichen Zeiträumen. Neben ihren ÜEi Verwandten sind sich die wenigsten von ihnen je begegnet.

Diese Serie scheint allgemein recht beliebt zu sein, Grund genug einmal näher auf diese Figuren einzugehen und hoffen Euch neue Erkenntnisse geliefert zu haben.

Erwähnen möchten wir hier auch noch einmal, dass die Figuren handbemalt wurden und somit kaum zwei identische Figuren auftauchen. Minimale Bemalungsunterschiede gibt es somit fast immer.

Last but not least wären bei diesem Satz auch die Beipackzettel erwähnenswert, sind doch ein paar der Beipackzettel in den letzten Jahren sehr häufig aufgetaucht, andere sind wiederum sehr selten, wie Dimetrodon der als Figur sehr häufig ist.

 

Viele Grüße von Nathalie

 

 

Wir bedanken uns bei Dominique Calmes für die Unterstützung durch die Bereitstellung eines Teils des Bildmaterials.